Engadin Scuol - Nationalparkregion

Clemgia Schlucht

 
Von Scuol (Gurlaina), hinter der hohen lnnbrücke, wandert man zum Elektrizitätswerk Scuol (Clüsa) und dann in angenehmer Steigung durch die Schlucht bis zum achten Steg (1'376 m), wo der Pfad rechts nach Avrona hinaufführt.
Hier öffnet sich plötzlich die Schlucht und gewährt dem Wanderer einen Einblick in das wilde Geröllgebiet der bereits zum Nationalpark gehörenden Val Lavetscha.
Scuol / Tarasp
 
Kontakt Informationen
Gäste-Info Scuol
Stradun
7550 Scuol
Tel. +41 (0)81 861 22 22
Fax +41 (0)81 861 22 23
info@engadin.com
www.scuol.ch
 
Weitere Angebote in


 
Besonders interessant ist die geologische Gestaltung in der Clemgiaschlucht, mit ihrer grünen Serpentindurchsetzung. Eng führt der verschlungene Bergpfad ob der Clemgia entlang bis an das Ende der Schlucht, abwechselnd durch Mischwald und über zerklüfteten Bündnerschiefer. Von dort aus kann man sich entscheiden, ob man den Weg weiter der Clemgia nach S-charl verfolgen oder rechts abbiegen soll, um im schattigen Wald nach Avrona zu gelangen. Von Avrona aus erreicht man in kurzer Wanderzeit den Lai Nair, ein See auf einer föhrenbedeckten Waldlichtung inmitten einer Moorlandschaft. Von hier aus führt der Weg auf der anderen Seite hinunter nach Tarasp.

Unmittelbar nach starkem Regenwetter sollte die Schlucht wegen Steinschlaggefahr gemieden werden. Die Begehung erfolgt Trittsicherheit.

 
InfoBox

Garnierit
Garnierit wurde nach dem französischen Geologen Jules Garnier benannt. Der Magnesit ist in der Clemgia-Schlucht in ziemlich ausgedehnten Gängen im Serpentingestein eingequetscht. Der schöne Schmuckstein aus der wild-romantischen, ja bizarren Clemgia-Schlucht besteht zur Hauptsache aus gelblichem Magnesit (Magnesiumcarbonat). Das Mineral Garnierit tritt in geringer Menge auf. Garnierit ist ein Nickel-Magnesium-Silikat. Seine apfel-grüne Farbe stammt von den Nickelionen, die im Magnesit eingelagert sind.